Die Jury

Daniela Michel

Die in Mexiko-Stadt geborene Daniela Michel ist Filmkritikerin sowie Gründerin und Leiterin des Festival Internacional de Cine de Morelia – ein jährlich stattfindendes Event, das 2003 lanciert wurde, um eine junge Generation von mexikanischen Filmemachern zu unterstützen und zu fördern. Bevor sie ihren Abschluss in Englischer Literatur machte, studierte Michel zunächst Film. Sie kuratierte Retrospektiven des mexikanischen Kinos sowohl innerhalb als auch außerhalb Mexikos. Bei zahlreichen internationalen Filmfestivals war sie in der Jury vertreten, darunter in Cannes (Sektionen „Un Certain Regard“ und „La Semaine de la Critique“ ), Venedig, Sundance, Locarno, San Sebastian, Sarajevo und das Dokumentarfilmfestival Amsterdam (IDFA). Zudem war sie in der Auswahlkommission des Rockefeller Foundation’s Media Arts Fellowships und der Rolex Mentor and Protégé Arts Initiative.

©Fabrizio Maltese

Laura Poitras

Die US-Amerikanerin Laura Poitras studierte zunächst am San Francisco Art Institute und später an The New School in New York. Ihre Arbeit überschreitet die Grenzen zwischen Dokumentarfilm, Journalismus und Kunst. 2006 begann sie ihre 9/11-Trilogie mit My Country, My Country, für den sie ihre erste Oscar-Nominierung erhielt. Es folgte The Oath (2010), der wie schon My Country, My Country im Forum der Berlinale präsentiert wurde. Den Abschluss der Trilogie bildet CITIZENFOUR, für den Poitras 2015 den Academy Award für den besten Dokumentarfilm gewann. Der Film über Edward Snowden brachte ihr außerdem den Deutschen Filmpreis, den Director’s Guild of America Award und den BAFTA ein. Für ihre Berichterstattung über die NSA-Überwachung, die in Der Spiegel, The Guardian und The Washington Post erschien, wurde sie mit dem Pulitzer-Preis und dem Henri Nannen Preis für Pressefreiheit geehrt. 2016 zeigte Poitras im New Yorker Whitney Museum of American Art ihre erste Einzelausstellung. Sie ist Mitbegründerin des Journalismusprojektes Field of Vision.

©Jan Stürman

Samir

Regisseur und Produzent Samir wurde in Bagdad geboren und zog im Alter von sieben Jahren mit seiner Familie in die Schweiz. Nach einem Studium an der Zürcher Hochschule der Künste und einer Ausbildung zum Schriftsetzer begann er in den Achtzigerjahren seine Arbeit als Kameramann, Regisseur und Drehbuchautor. Sein Werk umfasst inzwischen über 40 Kurz- und Langfilme. 1994 übernahm er mit Dokumentarfilmer Werner Schweizer und Produzentin Karin Koch die Dschoint Ventschr Filmproduktion, die sich auf die Förderung junger Schweizer Talente konzentriert. Als Regisseur verantwortete Samir Spiel- und Dokumentarfilme für Kino und Fernsehen – darunter Snow White (2005), der mehrfach ausgezeichnet wurde – ebenso wie Theaterinszenierungen. Sein Dokumentarfilm Iraqi Odyssey lief 2015 im Panorama der Berlinale und wurde von der Schweiz für den Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film eingereicht.

©Dschoint Ventschr Filmproduktion